Wie ich zu dem Hobby Modellbahn gekommen bin und wie mein Beruf "DJ" mich krank machte!


Ich war 20 Jahre als Berufs Discjockey im festen angestellten Verhältnis im Herzen der längsten Theke der Welt unterwegs (Düsseldorf). Ich legte manchmal 5 Tage die Woche nicht nur als DJ im Ballermann 6 Düsseldorf auf, sondern war auch als DJ in Discos und bei Events in ganz Deutschland unterwegs.

Anfang der 2000er Jahre gings dann ab ins TV (Pro7 100 Folgen "Die Casting-Agentur", RTL2 "Frauentausch") und noch viele mehr. Also das ganze Trash-TV hoch und runter. Ein Platten- und Sponsorenvertrag rundete den Irsinn ab. Den Deutschen Fachmedienpreis bekommen und viele tolle Künstler kennengelernt, aber auch viele Idioten. Ich bin aber dann immer mehr von diesem sogenannten "Roten Teppich" weggeblieben, weil es einfach zu viel wurde.

Dann eines Nachts bei einer Party hat es dann geknallt, ich bekam einen Knalltraumer und einen Tinitus, mein Gehör war fast weg. Ab ins Krankenhaus und die Behandlungsgeschichte nahm einen fast dreijährigen Verlauf mit mäßigem Erfolg. Durch schlimme Gleichgewichtsstörungen war ein Laufen und Autofahren kaum möglich. Laute Geräusche und Musik triben mich fast in den Wahnsinn. Habe Selbsthilfegruppen besucht und Behandlungen bekommen ohne Ende. Eine Besserung erfolgte durch ein Einsiedlerleben in völliger Ruhe.

Nachdem es einigermaßen wieder aufwärts ging, tauchte das nächste Problem auf. Ich bekam das Ohrwurmsyndrom. Ich hörte Lieder und hatte die Musik dann ohne Ende im Ohr. Permanent tauchte der Refrain oder der Rythmus im Unterbewusstsein auf – ging gar nicht – ab sofort keine Musik mehr – Ende aus vorbei. Ein Arzt empfahl mir, nach etwas zu suchen, das nichts mit Musik und Lautstärke zu schaffen hat und wo ich mich sehr konzentrieren muss. Keine Ahnung, was soll ich denn da machen. Da tauchte dann die Modellbahn im Elternhaus auf und nach und nach lösten sich meine gesundheitlichen Probleme. 2017 dann komplett raus aus dem Partyleben und durch viel Glück einen Bürojob gefunden. Mit Musik hören bin ich vorsichtig geworden. So kann es gehen im Leben.